2021_06_LOGO_PUR_NOVO_TRANSPARENT.png
  • ◾️PROJEKT◾️HISTORISCHE◾️GRENZE◾️

Die Nr. 38 ist zu Hause...


WEIKERSHEIM - REICHARDSROTH - Am 16.09.2021 wurde der historische Hoheitsstein der Rothenburger Landhege bei Reichardsroth, AN-SR-LHNO-038 von Weikersheim nach Reichardsroth gebracht. Er kehrt damit nach über 50 Jahren wieder nach Hause zurück.


Wie der ursprünglich im Jahr 1617 bei Reichardsroth gesetzte Grenzstein, der die Stadt Rothenburg vom Markgraftum Brandenburg Ansbach trennte, nach Weikersheim gelangte ist nicht abschließend geklärt. Offensichtlich gab es einen leidenschaftlichen Sammler alter Gegenstände, der in den 1960er und 1970er Jahren, wo man Altes eher weggeworfen als bewahrt hat, alles was er fand nach Weikersheim holte. So wohl auch diesen Grenzstein.


Zunächst befand sich der Landhegestein dann im aus diesen Schätzen entstandenen Tauberländer Dorfmuseum. Im Jahr 1983 stattete dann eine inoffizielle Abordnung aus Schillingsfürst der Stadt Weikersheim einen Besuch ab und forderte die Herausgabe des ebenfalls dort befindlichen Landesgrenzsteins Nr 37 der ehem. hohenlohisch-preußischen Grenze (► http://hg-pg-1804.historische-grenze.de ), wobei es zu einem solchen Streit kam, dass man die Abordnung aus dem Museum warf und danach nicht nur der Landesgrenzstein, sondern auch der Landhegestein verschwunden sind.


Im Jahr 2016 wurde durch HISTORISCHE GRENZE das Tauberländer Dorfmuseum und das im Jahr 2000 neu gegründete Stadtmuseum besichtigt. Die Grenzsteine waren nun alle im Stadtmuseum ausgestellt, nur die "bayerischen" Grenzsteine fehlten.


Lange Recherchen führten nun zum Ergebnis, dass der Landesgrenzstein 37 noch immer nicht auffindbar ist, der Landhegestein 38 aber nach Hause zurück konnte. Er war am Bauhof der Stadt Weikersheim gelagert. Nachdem der Sockel des Steins fehlt werden wir uns nun der Restaurierung des Steins widmen, um ihn dann setzen zu können.


Wir möchten uns herzlich bedanken für die kooperative Zusammenarbeit der Stadt Weikersheim mit HISTORISCHE GRENZE und die unbürokratische Herausgabe des Steins.


Ebenfalls bedanken möchten wir uns für den schnellen Einsatz der Familie Zink aus Reichardsroth, die die Rückführung ohne Vorlaufzeit innerhalb von 1 Tag gestemmt hat, so dass wir den Stein an der Veranstaltung am 18.09.2021 anläßlich der Setzung des Steins 37 ( ► https://www.historische-grenze.net/projekt-lhno037 ) zeigen können.


DENKMALSCHUTZ FUNKTIONIERT NUR GEMEINSAM - HERZLICHEN DANK FÜR DIE HILFE!




48 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Das Lebenswerk...