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Die Grenzsteine zwischen Schopfloch und Dornhan

  • Autorenbild: DENKMALSCHUTZ ☰ projekt HISTORISCHE GRENZE
    DENKMALSCHUTZ ☰ projekt HISTORISCHE GRENZE
  • 24. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. Feb.

Grenzstein mit der Nummer 67 und einem Wappen mit zwei Hirschstangen
Grenzstein mit der Nummer 67 und einem Wappen mit zwei Hirschstangen

Immer wieder erreichen uns Anfragen von Privatpersonen, Firmen, aber auch Behörden, die Informationen zu gefundenen Grenzsteinen abfragen möchten. Oft können wir helfen, manchmal laufen unsere Recherchen auch ins Leere.


Aus Baden-Württemberg hat uns nun eine Anfrage von Meike Dittes und Jürgen Scheid erreicht, die auf der Gemeindegrenze zwischen Schopfloch und Dornhan mehrere mächtige Grenzsteine gefunden haben.


Diese weisen unterschiedliche Beschriftungen und Wappen auf, auch die Jahreszahlen differieren. So haben wir aktuell einige Rätsel zu knacken.


Wenn wir die Grenzsteine betrachten, dann fällt uns immer wieder auf, dass sie mehrfach benutzt, also "überschlagen" worden sein müssen. An diesem Grenzstein sieht man das auch ganz deutlich, dass hier mehr als nur einmal ein Steinmetz eine Inschrift vorgenommen haben muss. Dieser war wohl auch ein Analphabet, was das "N" spiegelverkehrt erklärt.


Die tiefe Ausbuchtung, in die die Zeichen (wirklich entziffern können wir sie noch nicht) eingeschlagen worden sind, weist am unteren Rand einen Bogen auf, was auf ein ausgeschlagenes Wappen hindeutet.


Die Zeitstellung der Ersterstllung dürfte im Bereich Anfang des 17. Jahrhunderts liegen. Das konnten wir inzwischen ermitteln.


Bei aller Erfahrung und Kombination von Einzelinformationen bleibt eine große Frage: Welche Grenze markierten diese historischen Steine ursprünglich?


Damit könnten wir dann wesentlich gezielter suchen und in den Archiven des Landes Baden-Württemberg und evtl. vorhandenen lokalen Archiven fündig werden.


Derzeit fragen wir bei den Vermessungsämtern, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Landesarchiv an. Doch ohne genauere Daten wird uns das nicht weiter bringen.


Aus diesem Grund bitten wir Sie uns zu helfen. Wenn Sie Informationen haben, die uns bei der Lösung der Rätsel helfen, schreiben Sie uns an:


KLICKEN SIE AUF DEN LINK


Noch ein paar Hinweise zu Fragen, die wir klären wollen:


  1. Die Hirschstangen sind das Wappen der Herzöge von Württemberg. Im Jahr 1806 wurde Württemberg dann Königreich. Die Grenzsteine an dieser Stelle können unmöglich Grenzsteine des Königreichs Württemberg sein, da sie sich mitten in dessen Territorium befinden.

  2. Das Wappen mit den zwei gezackten Linien ist mutmaßlich das der der Herren von Bubenhofen. Dieses Adelsgeschlecht hat aber 1721 seine Besitztümer wegen Überschuldung aufgeben müssen.

  3. Auf einigen Grenzsteinen steht die Jahreszahl 1801. Zu diesem Zeitpunkt gab es weder ein Territorium der Herren von Bubenhofen, noch einen Herzog von Württemberg. Hier dürfte die Jahreszahl 1687 interessant werden, die wir auf einem Grenzstein identifizieren konnten. Das unterstreicht die offensichtliche Mehrfachnutzung der Steine, die man hier finden kann.

  4. Die Lage der aktuell gefundenen Steine ist in unserer Grenzsteinkarte eingetragen: >>LINK: https://www.google.com/maps/d/u/1/edit?mid=1sFheg-mgaEKmyH7Qi4bbWrVsktu012VN&usp=sharing



WIR HOFFEN AUF IHRE UNTERSTÜTZUNG. GERNE KÖNNEN SIE IHRE INFOS AUCH IN DIE KOMMENTARE UNTER DEM BLOG SCHREIBEN.






3 Kommentare

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Gast
12. März

Es könnte sich hierbei um einen Grenzstein handeln der möglicherweise die Grenzen zwischen verschieden Zuständigkeiten der Gerichtsbarkeit( Halsgerichtsbarkeit) darstellt. Das überschlagen der Inschriften deutet meiner Meinung nach auf die Änderung von Besitztümern hin, also Eigentumsübergang, was zu dieser Ja nichts ungewöhnliches war. Aus Gründen der Sparsamkeit wurden dann die Inschriften überschlagen.

Kenne solche Steine aus dem Nürnberger Land.

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HISTORISCHE GRENZE
17. März
Antwort an

Herzlichen Dank für den Hinweis. Welche Steine im Nürnberger Land kennen Sie da? Wir wären sehr interessiert uns diese anzusehen.


Projekt Historische Grenze

Gefällt mir

Paul B.
02. März
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Toller Bericht

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