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Denkmalschutz

Der Denkmalschutz soll die historischen Hoheitssteine in ihrem Bestand schützen. Sie zählen als Baudenkmäler und in dieser Kategorie unter die Kleindenkmäler.

Die historischen Hoheitssteine sind aufgrund ihres Alters, teilweise über 400 Jahre, nicht selten renovierungsbedürftig. Zuständig ist hier der Eigentümer, das ist bei Hoheitssteinen im Regelfall der Staat (also das Bundesland auf dessen Territorium er steht), wie auch der Grundstückseigner. Zudem ist der Denkmalschutz über die Landesverfassungen in allen Bundesländern ein Verfassungsziel.

Die Realität zeigt aber, dass sich der Staat aus dieser Pflicht zu nehmen scheint. Für die Ausübung des Eigentumsrechts und der daraus resultierenden Pflichten gibt es oft keine Zuständigkeit, wie auch im Freistaat Bayern.

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Bild:

Landhegestein, der nach 400 Jahren mittig gespalten war. Er wurde durch eine Initiative der Siebener aus Windelsbach und Linden wieder hergestellt und steht nun unter Denkmalschutz.

Auch dieser Hegestein steht im Eigentum des Freistaates Bayern, was diesen auch für die Instandhaltung verantwortlich macht (vgl. Art. 4 BayDSchG).

In diesem Fall, wie auch in vielen anderen, wäre aber ohne diese private Initiative nichts passiert und der historische Stein wäre verloren....

Es ist an der Zeit, dass sich der Staat in die Pflicht nimmt und seine rechtlich vorgesehenen Aufgaben ausübt.

Die historischen Hoheitssteine dürfen nicht übersehen werden, wenn es um die Erhaltung unseres geschichtlichen Erbes geht.

Das schließlich ist auch ein Definitionspunkt für den oft ausgesprochenen Heimatbegriff.

In einem Land, das früher in viele Herrschaften zersplittert war, wie dem Mittleren Franken, gibt es zahlreiche Kulturen, die schon aus den ehemaligen Hoheitsgebieten entstanden sind.

 

BILD: v.l.n.r.
Herr Dr. Karl Gattinger, Gebietsreferent für den Regierungsbezirk MIttelfranken beim Landesamt für Denkmalpflege,
Herr Jürgen C. Nickel, Dipl.Vww.FH, Projektleiter HISTORISCHE GRENZE beim Gesprächstermin zur Thematik des Denkmalschutzes von historischen Hoheitssteinen.
Die Veröffentlichung des Bildes erfolgt mit Genehmigung der Pressestelle des Bayer. Landesamtes für Denkmalpflege.

Der DENKMALSCHUTZ historischer Hoheitssteine ist eines unserer Hauptanliegen. Aus diesem Grund halten wir intensiven Kontakt mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und den dortigen Gebietsreferenten.

Für den Bereich des Mittleren Franken ist überwiegend zuständig


Herr Dr. Gattinger (siehe Bild) ► LINK ZU DEN KONTAKTDATEN

 

Durch unsere vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit können die für die Prüfung der denkmalschutzrechtlichen Fragen erforderlichen Daten bereits während der Erforschung einer Grenzsteinlinie weitergegeben werden, so dass die Umsetzung einer denkmalschutzrechtlichen Entscheidung durch den Gebietsreferenten zeitnah ermöglicht wird.

DENKMALSCHUTZ ist sowohl im Freistaat Bayern als auch im Land Baden-Württemberg als Staatsziel definiert und hat Eingang in die jeweilige Verfassung gefunden.

Die Kenntnis über die Zuständigkeiten der verschiedenen Denkmalschutzbehörden stellt hierbei einen wesentlichen Punkt dar, um zu wissen, wann wer der richtige Ansprechpartner ist.

Die Kenntnis der rechtlichen Gegebenheiten tut hier ein Übriges...

 

Schutz von historischen Hoheitssteinen

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Warum muss das Thema angesprochen werden?



HISTORISCHE HOHEITSSTEINE bezeugen unsere Geschichte, weil sie ehemalige Grenzen in der Landschaft markieren und so einen wertvollen Beitrag zur Geschichtsforschung leisten.

Alte Karten und Beschreibungen sind oft sehr ungenau oder in der heutigen Zeit nicht mehr verständlich. In einem Zeitalter, wo es kein GPS oder genaue Karten gegeben hat, wurden Grenzen in der Landschaft beschrieben. So mussten auch Grundstücksgrenzen herhalten, die dann mit dem damaligen Eigentümer in Bezug gesetzt worden sind. Beispiel: "Am Acker des Johann Meier sich die Gränze nach Mittag wendet..."

Wie soll man heute Besitzverhältnisse von vor bis zu 400 Jahren rekonstruieren? 

Durch die Geschichtsforschung erhalten wir einen Überblick, wie in damaliger Zeit die Grenzverläufe waren und wie damit regiert worden ist.

Hier sind die historischen Hoheitssteine am historischen Ort oft die letzten Zeugen, die einen Grenzverlauf eindeutig identifizieren können.

Durch mangelnde Aufklärung in dieser Thematik werden solche Steine immer noch zerstört, von ihrem Setzungsort genommen und ausgestellt oder dienen als Schmuck des Gartens...

 

Was tun die Behörden?

Die historischen Hoheitssteine stehen im Regelfall im Eigentums des Staates auf dessen heutigem Territorium sie stehen.

Der Freistaat Bayern steht hier als Eigentümer in der Pflicht und der Verantwortung.

DAS PROBLEM IST, dass keine Behörde des Freistaates Bayern zuständig zu sein scheint dieses Eigentumsrecht überhaupt auszuüben.

Damit können keine Anträge, keine Schadensersatzforderungen, keine Strafanträge gestellt werden, aber es sieht sich auch niemand (vgl. Art. 4 BayDSchG) in der Pflicht hier solche Steine zu renovieren.

Die Denkmalschutzbehörden haben damit keinen Ansprechpartner und geraten in vielen Fragen, die diese historischen Hoheitssteine betreffen, in Handlungsnot.

Was ist die Folge?

Grenzsteine werden von den Grenzlinien genommen, Lapidarien entstehen zu hauf, Grenzsteine  werden entwendet, zerstört... so verschwinden diese Zeugen der Geschichte immer mehr, ohne dass jemand verantwortlich zu sein scheint...

Lapidarien oder
Wie schützen wir Hoheitssteine und machen sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich?

Historische Hoheitssteine finden in der Bevölkerung ein hohes Interesse. Schon vor diesem Hintergrund bilden sich allenorts Lapidarien, um den Menschen die Grenzsteine zeigen zu können.

Der Grundgedanke ist durchaus nachvollziehbar, weil die Menschen nur sehr selten abseits jeglicher Wege durch das Dickicht steigen und die historischen Hoheitssteine in der Natur suchen. Wie sollten sie auch wissen, wo sie zu suchen haben?

Doch bedroht die einfache und unkontrollierte Entnahme von solchen Kleindenkmälern die Geschichtsforschung erheblich. An manchen Stellen ist sie durch diesen Umstand zum Erliegen gekommen.

Das öffentliche Interesse und die Bewahrung für die Geschichtsforschung können aber einen Kompromiss finden, wenn sich alle Beteiligten über gewisse Grundregeln einigen könnten.

  • Die Entnahme von historischen Hoheitssteinen muss gut geplant sein
    (warum? welcher Stein? ...)

  • Bei der Entnahme muss die nachhaltige Erkennbarkeit der Grenzlinie gewahrt bleiben.

  • Die Entnahmestelle ist genau zu dokumentieren (Geodaten)

  • Der geschichtliche Hintergrund ist zu beleuchten und im Lapidarium dann auch wiederzugeben.

  • Bloße Grenzsteinsammlungen als Platz, wo man alles Gefundene zusammenträgt, sollten vermieden werden.

  • Beachtung der Eigentumsrechte

  • Beachtung des Denkmalschutzes

Das Problem ist, dass es hier aktuell keinen speziellen Ansprechpartner gibt, der beratend und genehmigend tätig werden kann.

Der Weg von HISTORISCHE GRENZE

WIR versuchen durch eine intensive historische Forschung und dem Finden und Registrieren möglichst vieler dieser historischen Hoheitssteine mindestens die historischen Positionen zu dokumentieren.

 

Mit der Zuführung zum Denkmalschutz versuchen wir deren Erhalt sicherzustellen.

Die Veröffentlichung unseres Sachstandes erfolgt über....

Mit dem durch HISTORISCHE GRENZE erstellten Angebot, den Kontakten in die Bevölkerung, zu Denkmalschutzbehörden, zur Presse, zu Feldgeschworenen und Bürgermeistern wird versucht ein breites Angebot an Wissen, Aufklärung und Freizeitangeboten zu erstellen, was letztlich die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken und damit die "Zeugen der Vergangenheit", die historische Grenzsteine nun mal sind, so besser schützen zu können.

© 2020 Projekt Historische Grenze - Zirndorf/ Mittelfranken

Die Internetadressen ​

  • historische-grenze.de

  • historische-grenze.net

  • historischegrenze.de

  • hoheitssteine.de

  • grenzsteinforschung.de

  • grenzwanderweg.de

  • grenzsteinkarte.de

werden betrieben durch das
PROJEKT HISTORISCHE GRENZE
vertreten durch: Jürgen C. Nickel, Dipl.Vww.FH

HISTORISCHE GRENZE ist ein privates und nicht auf Gewinn gerichtetes Projekt mit dem Ziel der Förderung des Denkmalschutzes und eines breiten Zugangs zur Geschichte.

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