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PROJEKT LHNO-030

Instandsetzung des schwer beschädigten Landhegesteins

Am 20.03.2021 erhielten wir über unsere Grenzsteinmeldung die Mitteilung, dass Landhegestein 30 (AN-SR-LHNO-030) stark beschädigt sei. Kurz darauf im Anschluss wurden uns die Bilder zugeleitet.

Über diese Mitteilung ist es nun möglich die Splitterstücke zu sichern, um nach Feststellung des Verursachers die Instandsetzung einleiten zu können.

Es passiert leider immer wieder, dass durch die Forst- und Landwirtschaft solche alten Hoheitssteine beschädigt werden.

Doch einen solchen Schaden als Verursacher nicht zu melden und damit die Komplettvernichtung eines solchen Denkmals in Kauf zu nehmen ist keine Option!

So ist es um so besser, dass inzwischen die Aufmerksamkeit der Menschen steigt und wir zahlreiche Meldungen über Grenzsteine und so auch über Beschädigungen erhalten.

Lageplan

Nördlich der Raststätte Ohrenbach auf der BAB 7 kreuzt die Rothenburger Landhege die Autobahn. Hier mußten beim Autobahnbau zwei Grenzsteine versetzt werden, um sie vor der Vernichtung zu schützen. Einer war die 30, der nun beschädigt ist, der andere die 31, er steht auf der westlichen Seite der Autobahn.

Die orangene Linie markiert die Kreisgrenze zwischen den Landkreisen Ansbach und Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim, die hier zugleich die alte Fraischgrenze zwischen der Reichsstadt Rothenburg und dem Markgraftum Ansbach ist.

Die Landhegesteine stehen mit Listennummer D-5-75-124-19 unter Denkmalschutz und stehen in staatlichem Eigentum. Zuständig sind für die Ausübung des Eigentumsrechts an diesen Steinen jeweils zur Hälfte die Untere Denkmalschutzbehörde in Ansbach (Landkreis AN) und in Neustadt an der Aisch (Landkreis NEA).

Die Landhegesteine sind hier größtenteils noch gültige Grenzmarkungen. Hier sind die Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV) in Ansbach und Neustadt an der Aisch jeweils zur Hälfte für die abmarkungsrechtlichen Fragen zuständig.

Der Verursacher der Beschädigung an diesem Landhegestein ist nach § 823 BGB Schadensersatzpflichtig. Von einem Vorsatz ist wohl nicht auszugehen. Wäre dem so, dann wäre das nach §§ 303, 304 StGB "Gemeinschädliche Sachbeschädigung" strafrechtlich relevant.

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Maßnahmen

  • Sicherung der Splitterstücke vor Ort, um deren Verlust zu vermeiden

  • Abklärung des Ablaufes

  • Feststellen des Verursachers

  • Schadensersatzforderung zur Wiederherstellung des Landhegesteins

  • Professionelle Reparatur des Landhegesteins

HINWEIS:

Da sich der Landhegestein in staatlichem Eigentum befindet, kann die Beschädigung, soweit dies fahrlässig passiert ist, u.U. über die Haftpflichtversicherung des Schädigers abgewickelt werden.

Es besteht eigentlich kein Grund einen solchen Schaden nicht zu melden.

Die vor Ort noch gefundenen Splitterstücke sind gesichert. Hoffen wir, dass keine fehlen und der Stein damit wieder unkompliziert repariert werden kann.

Wir haben die LRA AN und NEA informiert. 

Da durch diese Behörden das Eigentumsrecht des Staates an diesem Stein ausgeübt wird, müssen wir abwarten, was von dieser Seite veranlasst wird.

Wir haben unseren Teil getan.

Bei einer Inaugenscheinnahme durch eine Repräsentanten von HISTORISCHE GRENZE vor Ort konnten keine Hinweise gefunden werden, die auf einen Holzschlag im Wald auf Ansbacher Seite hindeuten. Diese Ursachenoption wäre demnach auszuschließen.

Auffällig sind die im weißen Kreis zu sehenden frischen Holzspäne. Sie geben den Hinweis auf einen Heckenschnitt. Dieser würde hier vom Bauamt der Stadt Uffenheim durchgeführt. So richtet sich nun der Blick der Klärung nach Uffenheim.

Sollte kein Verursacher zu ermitteln sein, greift Art. 4 BayDSchG, wonach die Eigentümer des Grenzsteins und die Grundstückseigner sich die Kosten teilen.

Wie wir soeben erfahren (22.03.2021,18:54) schaltet sich das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege ein, um die Restaurierung des Steins sicherzustellen. 

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