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Waren es 38 B-O-Steine?

Aktualisiert: 23. Jan.


Dietenhofen - Im Waldgebiet Aicha, das man auch unter dem Begriff "Heidenhügel" kennt, befinden sich aktuell noch 5 historische Grenzsteine mit den Hoheitsabzeichen "B" und "O", was für Bayreuth und Ansbach steht. Ansbach wurde früher Onolzbach genannt.


Die beiden hohenzollerschen Markgraftümer hatten vereinbart, dass Gebiete von Onolzbach nach Bayreuth gehen sollten, um beide Markgraftümer wirtschaftlich annähernd gleich zu stellen. Das Fichtelgebirge, wo die Hauptbesitztümer des Markgraftums Brandenburg Bayreuth/ Kulmbach waren, ist ein sehr karges Gebiet, das kaum wirtschaftlichen Ertrag brachte. So kam es zum Heilsbronner Teilungsrezess des Jahres 1719.


Mit diesem Rezess (=eine Übereinkunft) kam es zu Gebietsveränderungen zugunsten von Bayreuth, die mit neuen Grenzsteinen abmarkiert worden sind. Bislang sind diese nur am "Heidenhügel" bekannt, wie auch am Siebenerplatz in Langenzenn, wohin zwei dieser Steine gebracht worden sind.

Hinweis: Dort sind sie als Steine, die die Südgrenze Langenzenns markierten, beschrieben und sie sollen in der Vetterschen Karte des Jahres 1710 vermerkt sein. Dies ist als falsch bewiesen!


Diese Hoheitssteine wurden zum 25.08.1719 gesetzt und in der Vetterschen Karte des Jahres 1719 von diesem Bereich rot eingezeichnet. Rot zeichnete man in dieser Zeit immer das ein, was neu war.

Die Recherchen zu diesen Hoheitssteinen sind schwierig, da es derzeit keine greifbare Archivalie gibt, die nähere Auskünfte beinhaltet. Das Versteinungsprotokoll ist im Staatsarchiv Nürnberg nicht mehr auffindbar.


Nun konnten in weiteren Recherchen Karten aus dieser Zeit besorgt werden, die die Situation zu dieser Zeit deutlich aufzeigen.

Demnach waren es ursprünglich 38 Grenzsteine, die südlich von Kirchfarrnbach bis nach Münchzell gesetzt worden sind. Die Vetterschen Karten sind in dieser Hinsicht immer sehr genau.


Da in dieser Karte noch andere Stellen verzeichnet sind, an denen Grenzsteine gesetzt wurden, werden wir versuchen diese zu identifizieren und zu überprüfen. Die Maßstabsgenauigkeit der Karten aus dieser Zeit ist relativ schlecht. Eine Aufzeichnung, die entsprechend heute die genauen Relationen zueinander wiedergibt, ist damals nicht erfolgt. Also bleibt nur anhand bestimmter örtlicher Gegebenheiten und bestehender Grenzverläufe die Positionen auf heute zu übertragen.


Diese Arbeit wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden weiter berichten.


INFORMATIONEN ZU DEN HOHENZOLLERSCHEN GRENZEN: http://bo-bc-1753.historische-grenze.de



(C) HISTORISCHE GRENZE ZIRNDORF

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