Diesmal war es kein Grenzstein...

Aktualisiert: vor 2 Stunden

An der Bundesstraße 190 im österreichischen Lochau befindet sich gleich neben den sog. "langen Stein" dieser kleine Stein. Die Inschrift kann wegen der fortgeschrittenen Verwitterung nur teilweise rekonstruiert werden. Der anfängliche Gedanke, dass es sich möglicherweise um einen Grenzstein handeln könnte, hat sich nicht erhärtet.

Er steht direkt links unterhalb dieses Obelisken, an dem jeder vorbei muss, derr von Lindau (D) nach Bregenz (A) fährt.
Bei dem Obelisken handelt es sich um den „Langen Stein“, einen historischen Wegweiser aus dem Jahr 1899.
Geschichte und Zweck
Ursprung: Bereits im Jahr 1849 stand an dieser Stelle eine breitere Pyramide aus Sandstein.
Heutige Form: Im Jahr 1849 / 1899 wurde das Denkmal in seiner heutigen schlanken Obeliskenform neu errichtet.
Funktion: Früher diente der Obelisk als Orientierung und Wegweiser für Reisende an der Straße Richtung Lindau und Kempten.
Standort und Status
Lage: Er steht genau im spitzen Winkel an der Einmündung der Landstraße (L1) in die ehemalige Bundesstraße (B190).
Denkmalschutz: Das kleine steinerne Monument ist heute offiziell als Kleindenkmal Langer Stein denkmalgeschützt.
Der "lange Stein" hat keine Inschriften, da früher die Zeichen direkt auf diesem montiert waren. Sie wurden im Laufe verschiedener Aktualisierungen in der Beschilderung und durch das Aufkommen der Navigation entfernt.
Manchmal aber ist das Kleine noch etwas interessanter. Bei diesem kleinen, unscheinbaren Stein direkt neben dem Obelisken handelt es sich um einen historischen Kilometerstein (Nullpunkt- beziehungsweise Myriameterstein) der ehemaligen Bundesstraße. Hier beginnt die Zählung der Kilometer der L1, die hier beginnt. Viel bemerkenswerter ist aber die Beschriftung, soweit man sie noch lesen kann, und diese dann mit den Archiven abgelicht.
(KI Auswertung) Die Entschlüsselung der Aufschrift
Die „0“ ganz oben: Sie markiert den Nullpunkt (Kilometer 0,0) eines bestimmten Straßenabschnitts oder einer historischen Bezirksgrenze. Da sich hier die Wege trennten, war dies der exakte Referenzpunkt für Distanzmessungen.
Das Wort in der Mitte heißt sehr wahrscheinlich „Bregenzer“ (oder bezieht sich auf den „Bregenzerwald“ bzw. die „Bregenzer Straße“). Die Zeile bedeutete ursprünglich so etwas wie „Beginn des Bregenzer... [Straßenabschnittes]“.
Die unleserlichen Zeilen mit Zahlen: Hier waren historisch die Distanzen zu den nächsten Hauptorten eingemeißelt (z.B. nach Bregenz oder zur Grenze).
Die „2035“ unten: Das ist keine Jahreszahl, sondern eine historische Meter-Stationierung (Streckenkilometer 2,035). Im Vorarlberger Straßensystem wurden Abschnitte oft präzise bis auf den einzelnen Meter ausgewiesen. Die Zahl markiert somit den exakten Standort dieses Steins im damaligen großherzoglichen oder staatlichen Straßennetz relativ zu einem Hauptknotenpunkt.







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