Der Grenzstein bei Balzers (FL)


Der Grenzstein markiert die Staatsgrenze der Schweiz (Confoederatio Helvetica) mit dem Fürstentum Liechtenstein. Der 1735 gesetzte Stein (rechts im Bild) hat eine kleine Geschichte.... Der historische Grenzstein von 1735 beim St. Katrinabrunnen in Balzers ist vor allem durch die dramatische Sage vom «starken Jörg» bekannt.
Die Sage vom starken Jörg
Der Grenzstreit: Einst gab es einen heftigen Streit darüber, wo genau die Grenze zwischen Balzers und dem Bündnerland (dem Freistaat der Drei Bünde) verlaufen sollte.
Die Bedingung: Man einigte sich schließlich auf einen ungewöhnlichen Test: Der kräftige und riesige Balzner Bürger namens Jörg sollte einen schweren Grenzstein Richtung St. Luzisteig tragen. Dort, wo er den Stein zum ersten Mal absetzt, sollte die Grenze für immer verlaufen.
Das Anfeuern: Eine große Menge begleitete Jörg und rief ihm unermüdlich zu: «Jörg, Jörg, jeder Schritt weiter, macht unser Land breiter!»
Das tragische Ende: Jörg trug den schweren Riesenstein weit ausserhalb des Dorfes. Als er sich der Quelle beim heutigen St. Katrinabrunnen näherte, brach er unter der gewaltigen Last zusammen und starb.
Der Friedensschluss: Aus Ehrfurcht vor diesem Opfer setzten die Bündner und Balzner den Grenzstein genau an jene Stelle, an der Jörg zusammengebrochen war.
Historische Fakten zum Grenzstein
Errichtung: Der echte, steinerne Zeuge dieser Grenzfestlegung wurde im Jahr 1735 aufgestellt.
Wappen: Auf dem historischen Stein ist auf der einen Seite das fürstlich-liechtensteinische Wappen zu sehen, während die andere Seite die Wappen der drei Bündner Landesteile (Gotteshausbund, Oberer oder Grauer Bund und Zehngerichtebund) zeigt.
Bilder mit Geodaten









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