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Die Schlüsselfelder Steine am Schloß Kugelhammer

Aktualisiert: 16. Jan.



Im Juli 2023 wurden wir durch Herrn Bärnreuther (Heimatverein Emskirchen) darüber informiert, dass er zwei historische Hoheitssteine im Bereich Röthenbach/ St. W. (Gde. Wendelstein) gefunden habe. Diese Steine zeigen das Wappen des Adelsgeschlechts der Schlüsselfelder von Kirchensittenbach. Eine Recherche im Internet ergab, dass über dieses Adelsgeschlecht nur sehr spärliche Informationen zu recherchieren sind. Wikikepedia zum Beispiel schreibt:

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselfelder_von_Kirchensittenbach) Die Schlüsselfelder (auch: Schlüselfelder ) stammten angeblich, wie dem Namen zu entnehmen, aus Schlüsselfeld. Von ihrer Vorgeschichte ist nichts weiter bekannt. Die ersten in Nürnberg nachweisbaren Vertreter des Geschlechts waren: 1382 Apel Schlüsselfelder und 1396 Ulrich Schlüsselfelder. Zu Reichtum kamen sie Mitte des 15. Jahrhunderts durch den Fernhandel mit Wolle und Tuchen sowie als Montanunternehmer in Eisfeld und Schwaz. Schon 1581 erwarben die Schlüsselfelder das mittelalterliche Nassauerhaus als ihren Stammsitz in Nürnberg. 1612 kamen sie durch die Tetzelsche Familienstiftung als Administratoren an das Schlossgut Kirchensittenbach und nannten sich fortan „Schlüsselfelder von Kirchensittenbach“.

1709 starben die Schlüsselfelder mit Johann Carl Schlüsselfelder von Kirchensittenbach aus. In seinem Testament benannte er die Familien seiner Schwäger Kreß von Kressenstein und Welser von Neunhof als wechselnde Administratoren seiner Familienstiftung in Form einer Vorschickung, einer besonderen Rechtsform des Nürnberger Erbschaftsrechts. Nach dem Aussterben der Neunhofer Linie der Welser 1878 traten die Volckamer von Kirchensittenbach an deren Stelle. Im Wechsel wird seither jeweils der älteste männliche Nachkomme der Familien Kreß und Volckamer Administrator; derzeit ist es Christoph Volckamer von Kirchensittenbach. Zum Stiftungsbesitz zählen die Schlossgüter Kirchensittenbach und Kugelhammer sowie das Nassauerhaus in Nürnberg. Das Wappen des Adelsgeschlechts sieht wie folgt aus:


Die drei Schlüssel, die in der Mitte zusammenfinden, sind das Zeichen, das man auch auf diesen Grenzsteinen finden kann.


Die Grenzsteine haben eine rechteckige Grundform und sind mit etwa 60 cm, die aus dem Boden ragen, nicht besonders groß, aber nicht so klein, wie dies üblicherweise Grundstücks- oder Waldgrenzsteine sind.


In Verbindung mit dem Erwerb des Schlosses Kugelhammer im Jahr 1692 läßt sich auch das Alter der Grenzsteine in diesem Zeitrahmen einfügen.


Es konnten vor Ort in einer ersten Suche insgesamt 4 Schlüsselfelder Steine gefunden werden.



Dieser Stein hat auf seiner linken Schmalseite, die Laufnummer 125. Die Ausgestaltung der Zahlen deutet auf die vermutete Setzungszeit nach dem Jahr 1692 hin und ist offensichtlich original.


Wenn es eine Laufnummer 125 gibt, dann deutet dies auf eine ursprünglich relativ hohe Zahl an gesetzten Steinen hin, von denen damit auch noch einige in diesem Bereich vorhanden sein sollten.




Dieser Stein weist die Laufnummer 112 auf. Die Entfernung zum ersten Stein beträgt Luftlinie 173,62 Meter. Zwischen diesen beiden Steinen liegen aber 13 Laufnummern, sprich ursprünglich gesetzte Steine.



Der Stein war ursprünglich vollständig mit Moos bedeckt. Für das Foto wurde er freigelegt. Eine Laufnummer war hier nicht zu finden, da sie sich - der Stein versinkt - bereits unter der Erdnarbe befindet.



Der letzte von uns festgestellte Stein ist ein gewidmeter Stein (Siebenerzeichen vorhanden) und befindet sich direkt am Ludwig-Donau-Main-Kanal ("Alter Kanal"). Auch an diesem Stein war keine Laufnummer zu sehen. Seine Oberfläche war stark mit Moos bewachsen, das sich bereits in den Stein gearbeitet hat und nur schwer zu entfernen war. Hier bedarf es noch einer weitergehenden Recherche.


Deutlich zu sehen ist aber der mittlere Teil des Schlüsselfelder Wappens, wo die drei Schlüssel zusammenlaufen.


NÄHERE INFORMATIONEN ZU DIESER GRENZSTEINLINIE HABEN WIR AKTUELL NOCH NICHT.


Auch eine Nachfrage über offizielle Stellen blieb ohne weitere Erkenntnisse. In den Staatsarchiven ist ebenfalls nichts zu finden gewesen.


Wir hoffen nun darauf, dass der ein oder andere Leser vielleicht etwas beisteuern kann. Weitere Steinpositionen sind ebenfalls von Interesse. Auch aus dem Verlauf einer Grenzlinie lassen sich die ein oder anderen Rückschlüsse ziehen.


Wir bleiben dran und werden weiter nach diesen Steinen suchen und hoffen auf ergänzende Informationen.


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(c) by HISTORISCHE GRENZE - ZIRNDORF

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