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Kommt Hohenzollernstein 34 nach Hause?

Aktualisiert: vor 6 Tagen


DÜRRNBUCH/ STADT EMSKIRCHEN - Durch das kleine Dorf Dürrnbuch verlief bis zum Jahr 1806 die Fraisch- und Territorialgrenze zwischen den beiden Hohenzollernreichen, den Markgraftümern Brandenburg Ansbach und Kulmbach. Hier wurden im Jahr 1753 insgesamt vier Grenzsteine gesetzt.


Bei unserer Grenzerkundung im Jahr 2020 konnten wir keinen einzigen mehr finden.


Wir haben recherchiert und herausgefunden, dass die Grenzsteine bis etwa 1990/ 2000 noch vorhanden gewesen sein sollen. Im Rahmen der Flurbereinigung, so wurde uns berichtet, seien dann alle Steine entfernt worden, u.a. auch Stein 34, der zu diesem Zeitpunkt unter Denkmalschutz stand.


Damit dieser Stein 34 nicht verloren geht, sollen die Feldgeschworenen aus Dürrnbuch diesen an die Friedenseiche gebracht haben. Diese ist für die Dürrnbucher ein besonderer Ort und so hat man diesem Stein seine Würdigung erwiesen.


Wenn diese Informationen so zutreffen, dann hätte das Amt für ländliche Entwicklung komplett versagt, da gerade die staatlichen Stellen die Rechtsnormen des Denkmalschutzes zu achten haben. Sie stehen hier in einer Vorbildfunktion.


Im Jahr 2020 haben wir dann über das Landratsamt Neustadt an der Aisch/ Bad Windsheim Kontakt aufgenommen und wurden dann an das Bauamt der Stadt Emskirchen verwiesen. Von dort wurde mit viel Engagement an der Sache gearbeitet und inzwischen auch die Heimatpfleger eingebunden.


Es sieht im Moment so aus, als ob Stein 34 bald "nach Hause" kann. Allerdings wird er wohl ein paar Meter von seinem historischen Setzungsort seine letzte Heimat finden, um ihn vor den Einwirkungen der Landwirtschaft zu schützen.

Es macht nicht viel Sinn einen historischen Grenzstein zurück zu führen und ihn in einem Acker zu setzen. Das behindert die Landwirte und bringt die Gefahr, dass selbst bei vorsichtigster Bewirtschaftung eben einmal ein Fehler unterläuft.


Wir werden weiter berichten...


Historische Denkmäler, wie die alten Hoheitssteine sollten an ihrem geschichtlichen Platz stehen und von diesem auch nicht entfernt werden. Nur so können sie die Geschichte, die sie repräsentieren dauerhaft bekunden und erzählen. Hierin liegt ihr Wert.





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