Hohenzollernsteine: Viele Fragezeichen...


Im Bereich zwischen Obersulzbach und Spielberg, beide LKr Ansbach, liegt ein ausgedehntes Waldgebiet, in dem die hohenzollersche Grenze zwischen Brandenburg Ansbach und Bayreuth-Kulmbach wahre Kapriolen schlägt. Alleine in diesem Bereich wurden insgesamt 50 Grenzsteine gesetzt. Noch vorhanden sind aktuell (derzeitiger Stand) 18 Stück. Damit setzt sich die hohe Verlustrate dieser Grenzsteinlinie auch hier fort, nachdem in Fürth keiner mehr vorhanden ist, in Herzogenaurach sind es noch 8 von von 15, danach im Landkreis Fürth gibt es noch einen in Puschendorf und wohl einen im Bereich Dietenhofen. Dazu kommen dann die neueren Steine (B/O) im Bereich des Waldgebiets Heidenhügel östlich von Dietenhofen an der Landkreisgrenze.


Es gibt Ex- und Enklaven, Grenzlinien, die sich fast kreisrund bewegen und letztlich dann bis auf wenige Meter an den Ausgangspunkt zurückkehren. Nördlich von Obersulzbach im Wald gibt es einen Korridor von nicht einmal 600 Metern zwischen den Grenzlinien...an anderer Stelle berühren sich die Linien sogar kurz, um dann wieder auseinander zu gehen. Soweit aber ist alles klar.... Fragen treten aber auf, wenn ein Grenzstein eine 97 trägt und der nächste, nur 20 Meter weg, dann die 81 hat. Wo sind die 16 Grenzsteine dazwischen?


1.

Vorhandene Grenzbeschreibungen erwähnen diesen Umstand nicht, denn eigentlich sollte die Grenzlinie hier zwischen der 097 und der 081 verlaufen. Die Gebiete südlich geben keinen Anlass dazu hier 16 Grenzsteine zu setzen, da die Herrschaftsgrenze hier nach den Archivalien eigentlich eindeutig ist. Nur stimmt die Numerierung nicht.... 2.

Zwischen Puschendorf (dort steht die 029) und Oberdachstetten (dort stand die 040) sind nur 10 Grenzsteinnummern frei, die 030er Nummern. Die Grenzlinie in diesem Bereich kann man aber mit 10 Grenzsteinen nicht beschreiben. Der eine Stein in Rüdern/ Dietenhofen verheimlicht uns seine Laufnummer, denn diese ist so stark verwittert, dass sie nicht mehr lesbar ist.

Finde den Fehler....


3.

Im Bereich Rügland und Ickelsheim gibt es Ex-/ Enklaven, die ebenfalls versteint sein müßten. Wird hier die Numerierung fortgeführt? Welcher Nummernkreis wird verwandt? Auch wenn inzwischen die Grenzlinie im Wesentlich feststeht, werden die Fragen nicht weniger. Aus den Archivalien können hier auch keine weiterführenden Informationen gezogen werden.

So hoffen wir mit einer Presseoffensive, um die wir bei NORDBAYERN.de ersucht haben, öffentliches Feedback und Informationen zu gesichteten Grenzsteinen zu erhalten. Hoffen wir, dass noch genügend dieser Zeugen der Vergangenheit vorhanden sind, um HISTORISCHE GRENZE hier den Weg zu zeigen....



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