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Rückführung KARR 01

Rückführung eines in Wörnitz aufgefundenen Landhegesteins nach Windelsbach zur historischen Grenzsteinlinie.

Wir bedanken uns bei den Eheleuten Vogt, die in Wörnitz das Bed & Breakfast "Apfelstern" betreiben, und der Rückführung des auf ihrem Grundstück befindlichen Landhegesteins zugestimmt haben.

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Wie der Landhegestein von der ehemaligen Grenzlinie letztlich nach Wörnitz gelangt ist, kann nicht mehr rekonstruiert werden. Jedenfalls befand er sich bereits am Grundstück, als die Eheleute Vogt dieses kauften.

Der Landhegestein zeigt auf der einen Seite das Wappen der Stadt Rothenburg, auf der anderen das des Herrscherhauses Hohenzollern.

Die Hohenzollern herrschten bis 1791 über Ansbach, bevor dann die Macht an die Preußen ging, bevor sich letztlich 1806 das Königreich Bayern des fränkischen Raums bemächtigte.

Auf dieser Seite wird der Ablauf des Projektes abgebildet, so dass sich jeder über den jeweils aktuellen Stand informieren kann.

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Am 19.11.2022 konnte im Beisein des Bayerischen Rundfunks, der aktuell eine Reportage zum Thema "Grenzsteinforschung" mit Schwerpunkt auf die Rothenburger Landhege durchführt, mit den Eheleuten Vogt besprochen werden, ob der Landhegestein wieder zurück an die Landhegegrenze darf.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals herzlich für diese Geste bedanken.

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Am 15.01.2023 fand eine erste Besprechung im Rathaus der Gemeinde Windelsbach mit dem Bürgermeister und einem Vertreter der Siebener statt, um das Vorgehen und die Zielmarken des Projekts zu besprechen.

In einem ersten Schritt wird der Landhegestein von Wörnitz nach Windelsbach gebracht, um der Restaurierung zugeführt zu werden. Damit er gesetzt werden kann benötigt er einen Sockel, da dieser fehlt.

Ein weiterer Schritt, der durch die Siebenereien durchgeführt wird ist die Klärung des historischen Setzungsortes. Der Stein wird in der Position des 1. Steins der Teillinie gesetzt (AN-SR-KARR-001).

Dieser historische Setzungsort wird durch die Siebener anhand deren Unterlagen ermittelt.

Meetingraum
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Im Grenzvertrag zwischen dem Markgraftum Ansbach und dem Rat und der Stadt Rothenburg wurde am 27.12.1617 für den Stein Nr. 1 der Karrachseelinie folgende Position festgelegt:

"Wegen dem Ambt Comberg aber sind folgende Stein gesezet. Nemblich der erste: in Lindtler Markung, oben in der Höhe gegen den Wurmbacher grund, und der fürbringerin
Seelein, bey dem Ortstein, welcher die drey Markungen Nordenberg, Lindtlein, und
Windelsbach scheidet."

Hierbei handelt es sich um die ehemalige Gemarkungsgrenze der Gemeinden Nordenberg, Linden und Windelsbach. Im Rahmen der Gebietsreform am 01.01.1972 wurden diese drei Gemeinden nach Windelsbach eingemeindet.

Seitdem gibt es keine Gemarkung Linden mehr. Der Punkt, an dem diese drei Gemarkungen zusammenstießen (Dreimarkungspunkt), muss nun durch die Siebenerei in Windelsbach ermittelt und genau bestimmt werden.

In der Folge wird dann die Sicherheit des Steins an dieser Stelle begutachtet und der endgültige Setzungspunkt bestimmt.

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