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Nürnbergs Grenzen....

Aktualisiert: Jan 26


Die Freie Reichsstadt Nürnberg war bis zum Jahr 1806 ein eigenes staatliches Herrschaftsgebiet, das im Umland einige Gebietserwerbungen vornehmen konnte und mit der Freien Reichsstadt Rothenburg konkurrierte. Sein Staatsgebiet umfaßte rund 1.200 km².

Das Gebiet war in die sog. Alte und Neue Landschaft gegliedert. Die Alte Landschaft resultierte aus den Reichswäldern und einem Zusammenschluß aus Herrschaften und Besitzungen Nürnberger Bürger.

Die Neue Landschaft war der Kriegsgewinn aus dem Landshuter Erbfolgekrieg (1505), wo die Stadt i.d.R. alle Hoheitsrechte alleine ausübte.

1806 fiel Nürnberg an das neu gegründete Königreich Bayern.

Mit dem Nachbarn im Osten, dem Fürstentum Pfalz Baiern (auch Churpfalz), wurden die bestehenden Grenzen bereits in den Jahren 1523 und 1524 versteint. Diese Grenzsteine sind damit die ältesten, die bislang von HISTORISCHE GRENZE im Mittleren Franken aufgenommen worden sind.


Die Grenzsteinaufnahme zeigte auf, dass insbesondere an diesen Grenzlinien der Verlust der historischen Steine immens ist. Mit den noch gefundenen lässt sich der ehemalige Grenzverlauf nicht rekonstruieren. Bislang konnten wir hier auch noch keine Dokumente finden, die weitere Erkenntnisse hätten bringen können.


Eine Besonderheit an der Grenze zum östlichen Nachbarn, der Churpfalz, war, dass es auf dem Rothenberg eine baierische Enklave gab, die nahezu vollständig durch Reichsstadtgebiet umschlossen war. Auch dieser Grenzlinie wurde versteint. Das war im Jahr 1523.


Ein Jahr später, also 1524, setze man die Grenzmarkierung an der östlichen Außengrenze fort.


In unserem Angebot finden Sie weitere Informationen unter


http://reichsstadt-nuernberg.historische-grenze.de


HISTORISCHE GRENZE wird in Kürze, geplant ist der Herbst 2021, die Forschung an dieser Stelle wieder aufnehmen, da wir bis dorthin die HOHENZOLLERSCHEN GRENZEN (http://ansbach-bayreuth.historische-grenze.de) abgeschlossen haben sollten.


Einige dieser alten Grenzsteine stehen bis heute nicht unter Denkmalschutz. Das wird in diesem Zusammenhang geändert. Außerdem wird das Augenmerk darauf zu richten sein, dass nicht mehr der Stein als Einzeldenkmal, sondern die Gesamtgrenzlinie eine Denkmalschutznummer bekommt und damit die eigentliche Botschaft der Grenzziehung in den Fokus kommt.


Die Botschaft des Denkmalschutzes sollte sich immer an der geschichtlichen Bedeutung und das Wirken auf unsere Zeit ausrichten.


Mit dem Blick auf nur einen Stein und die Bewunderung seiner Ausgestaltung als einziges Merkmal, ist es nicht verwunderlich, dass man solche Grenzsteine in Lapidarien stellt...



AUFRUF: Wer Grenzsteine der REICHSSTADT NÜRNBERG kennt, die wir in unserem Angebot noch nicht veröffentlicht haben, wird gebeten sich bei uns zu melden.


WIR KÖNNEN JEDE HILFE BRAUCHEN!



projekt@historische-grenze.de

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