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Die Grenzsteine am Heidenhügel...


DIETENHOFEN/ HERPERSDORF - Im Waldgebiet am Heidenhügel konnten insgesamt 7 Marksteine mit den Hoheitszeichen B für Bayreuth und O für Onolzbach (Ansbach) festgestellt werden.


Die Grenzsteine sind in unserer Grenzsteinkarte eingetragen ► http://grenzsteinkarte.de


Zwei dieser Steine wurden Ende des letzten Jahrtausends von ihrem Platz genommen und zum neu gegründeten "Siebenerplatz" bei Langenzenn gebracht, wo sie nun für die Öffentlichkeit ausgestellt werden. Mit der Entnahme war keine Dokumentation der Herkunft verbunden. Die intensiven Recherchen von HISTORISCHE GRENZE konnte aber diese Fakten und auch die genauen Setzungsorte rekonstruieren. Auch diese sind in unserer Grenzsteinkarte vermerkt.

Diese Grenzsteine werfen zahlreiche Rätsel auf.


So ist die Frage der Zeitstellung, also wann sie gesetzt worden sind, genauso ungelöst, wie die Herrschaftsart, die sie begrenzen sollen.


War es eine Fraischgrenze oder eine Jagdgrenze?


Auffallend ist, dass die Ausgestaltung sie wesentlich jünger erscheinen läßt, als die Marksteine mit BO-BC-Kennzeichnung. Das "O" erinnert in seiner Ausgestaltung fast an die Epoche des Jugendstils, was aber im Abgleich mit der Geschichte verworfen werden muss.

Im Jahr 1806 gingen diese beiden Territorien (Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth) in diesem Bereich an das Königreich Bayern. Die Epoche des Jugendstils datiert um die Jahrhunderwende des 19. zum 20. Jahrhundert.


Archivalien, die diese spezielle Grenzsteinlinie betreffen, konnten bislang noch nicht gefunden werden, so dass derzeit alles nur Spekulation ist. Die wahrscheinlichste Lösung aber ist, dass die ursprüngliche Grenzlinie in diesem Bereich zu einer späteren Zeitstellung als die Erstversteinung im Rahmen einer Grenzkorrektur im Waldbereich verändert und neu versteint worden ist. Hier relevant könnten der Recess (=Vergleich) von Nürnberg im Jahr 1752 sein.


Die Fragen brauchen Antworten und sie werden gefunden....

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